Seite aktualisiert am  03.08.2016

 

Die IG Flethstrasse hat sich gegründet, als im Sommer 2014 bekannt wurde, dass 3 Windkraftanlagen mit je 186m Höhe direkt ans Dorf gebaut werden sollen.

Zum einen hat der eigene Ortsrat die Ortschaft durch einen einstimmigen Beschluss verraten und verkauft. Gewerbesteuer zahlen ja wohl die wenigsten Windkraftanlagenbetreiber und wenn würde das komplett nach Stade gehen.

Zum anderen wohnen wir hier im Moor. Bereits beim Bau der kleinen Windkraftanlagen im Windpark Bützfleth 2002 wurden nicht nur die Flethstrasse sondern auch die Häuser durch den Schwerlastverkehr und Bauverkehr schwer beschädigt.

Und in Kenntnis dessen beschließen die Kreis- u. Kommunalpolitiker eine Erweiterung des Windparks um doppelt so hohe Windkraftanlagen?

Die IG Flethstrasse hat mittlerweile aufgedeckt, dass die Politiker mit ihren Beschlüssen gerne an den Bürgern vorbeiarbeiten:

So ist im ROP des Landkreises Stade eine Fläche von 16,3 ha als Vorrangfläche für Windenergie ausgewiesen mit der Vorgabe, dort mindestens 4 Anlagen a 3 MW aufzustellen.

Die Stadt verhandelt nun über eine Fläche von 19,9 ha, weil das Planungsbüro sonst keine 3 Anlagen mit je 2,5 MW, aber 186 m hoch, darauf unterbringen kann. Bei nur 2 solchen Anlagen wäre es für den Investor unwirtschaftlich. Ist das ein Grund, mit 3,6 ha über die ROP-Vorgabe hinauszugehen? Passen überhaupt  4 Anlagen mit je 3 MW auf die im ROP ausgewiesene Fläche?

Neben der ausgewiesenen Fläche verläuft eine Stromtrasse. Der Abstand zu einer Windkraftanlage ist mit 150 m vorgeschrieben und ein hartes Kriterium im ROP. Trotzdem weicht die derzeitige Planung davon ab, indem sie den Abstand stark verringert. Warum? Warum will sich das Planungsbüro nicht an die Vorgaben halten?

Warum genießt ein denkmalgeschütztes Haus und die Nonnengänse einen höheren Schutz als wir Menschen? Der Abstand zu einem denkmalgeschützten Haus muss größer sein als zu uns Anwohnern. Die Nonnengänse bekommen 40 ha Ausgleichsfläche. Und wir? Wir bekommen den gesundheitsschädlichen Infraschall. Und das nur, weil unser Genehmigungsverfahren mit BImSchG und TA Lärm mit Rechtsinstrumenten aus den 80er Jahren arbeitet,  Technik und Forschung jedoch 30 Jahre weitergearbeitet haben.

Und wir bekommen den Lärm – keine Maschine ist ohne Geräusche.

Und wir bekommen die Verschandelung der Landschaft und das nächtliche rote Blinken.

 

Wir fordern WINDKRAFT MIT ABSTAND UND ANSTAND!